Naheliegend ist, dass gewählte
SV-Sprecher Konfliktlotsen werden.
Doch sind gleichermaßen andere Schüler für diese
Aufgabe
geeignet, die Interesse am besseren sozialen Miteinander zeigen. Eine gut ausgebildete
Konfliktlotsengruppe kann auch einen „negative leader“
mittragen. Sind jedoch mehrere Mitglieder einer
Konfliktlotsengruppe
weder affektstabil noch sozialintegrativ, muss sich die Gruppe
häufig
mit Konflikten in eigener Sache befassen, verwirkt das Vertrauen der
Mitschüler
und kann kaum förderlich Einfluss nehmen. Folgende Verfahren zur
Zusammenstellung einer Gruppe haben sich bewährt:
Jungen und Mädchen
auf Vorschlag der Basis
Um basisdemokratisch zu ermitteln,
wer gute Eingangsvoraussetzungen
als Konfliktlotse mitbringt, können
Mitschüler jeweils einen Namen eines Jungen und
eines Mädchens auf ein Kärtchen schreiben. Mit Zuordnungen am Tafelbild
wird deutlich, wer von vielen Mitschülern
als geeignet benannt wird.
Ein Junge
Ein Mädchen
1. Wem kannst du vertrauen?
2. Wer ist gerecht?
3. Wer kann Frieden stiften?
(Luzie
Haller)
Konfliktlotsen mit
Ausländerbeauftragten In Schulen mit Jugendlichen aus
vielen Ländern, sollten die Konfliktlotsen
die vielfältige Schulgemeinschaft repräsentieren. Nach dem
Arche
Noah-Prinzip werden geeignete Jugendliche aus verschiedenen
Herkunftländern
vorgeschlagen, so dass mindestens 2 jeder kulturellen Gruppe als
Konfliktlotsen
vertreten sind. Auch der Anteil von Jungen und Mädchen sollte
ausgeglichen
sein.
Wahlzeit der Schulgemeinschaft Im Zeitrahmen von 3 Tagen erhalten
alle Schülerinnen und Schüler
sowie alle Lehrerinnen und Lehrer der Schule einen farbigen „Wahlschein
Konfliktlotsen“. Bis zum Wochenende könne sie
diesen einem Schüler/ einer Schülerin,
den/die sie als friedenstiftend erleben, aushändigen. Wer
viele
Scheine erhalten hat, kann Konfliktlotse werden.